THEO denkt LOGISCH ! THEA auch !

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Lebenssegen

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Tageslosung

3. Sonntag im Advent
Als die Zeit herbeikam, dass David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach: Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und diene dem HERRN, deinem Gott.
Paulus schreibt: Wir lassen nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht, dass ihr, des Herrn würdig, ihm ganz zu Gefallen lebt und Frucht bringt in jedem guten Werk.
Bischof Hein besucht Unterkünfte für Geflüchtete in Hanau-Wolfgang
Ein Beispiel für die Konversion von „Schwertern zu Pflugscharen“
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Hanau. Bischof Hein hat die städtische Gemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen im Hanauer Stadtteil Wolfgang besucht.

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hat die städtische Gemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen im Hanauer Stadtteil Wolfgang besucht. Die beiden Einrichtungen liegen direkt nebeneinander auf dem Gelände der früheren Sportsfield Housing, haben aber unterschiedliche Funktionen und werden von unterschiedlichen Trägern betrieben.

Integration ist mehr als Obdach
Die Delegation startete den Besuch in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft. Wo früher die amerikanischen Militärangehörigen mit ihren Familien lebten, sind nun Wohnungen für Flüchtlinge eingerichtet. Schon früh nach dem Abzug der US-Army gab es Pläne zur Umwidmung und neuen Nutzung des Areals. Erste Überlegungen, das Gelände zur Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen, gab es bereits 2014. Bis zu 1300 Bewohner können untergebracht werden, im Moment leben hier etwa 600. Stadtrat Axel Weiss-Thiel begrüßte die Delegation und führte aus, dass die Stadt Hanau zu Recht stolz darauf sei, dass die vorhandene Infrastruktur so zielführend und zügig hergerichtet und bereitgestellt werden konnte.
Uwe Triebel, Leiter des Fachbereiches Bildung, Soziale Dienste und Integration führte ergänzend aus, dass die Stadt Hanau von Anfang an davon ausgegangen sei, dass die Integrationsarbeit weit über die Grundversorgung mit Wohnraum und Lebensmitteln hinausgeht. In den vier Handlungsfeldern Vernetzung, Grundversorgung, Soziale Begleitung und Integration wird heute daran gearbeitet, die Menschen auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten und ihnen zu helfen, ihr Leben in Deutschland selbst zu gestalten.

Anbindung an den Stadtteil
Im Anschluss an die Einführung konnte sich die Delegation bei einem Rundgang über das Gelände einen Eindruck von den Bedingungen und Gegebenheiten verschaffen. Viele freundliche und lachende Gesichter bestätigen, dass die Asylbewerber sich hier wohlfühlen. Die einfach ausgestatteten Wohnungen werden mit bis zu 8 Personen belegt. Neben einem städtischen Koordinationsbüro gibt es eine Betreuungseinrichtung für Kinder und auch einen Raum für medizinische Betreuung. Soziale Betreuung und Koordinierung von Maßnahmen wird ebenfalls angeboten. Sprachkurse finden in der Robinsonschule, einer ehemaligen Grundschule statt, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gelände gelegen ist und wieder hergerichtet wurde. Auch die örtliche Kirchengemeinde hat mit dem Begegnungscafè Oase eine Möglichkeit geschaffen, die Menschen vor Ort miteinander ins Gespräch zu bringen. Pfarrer Wolfgang Bromme beschrieb der Delegation, wie aus einer Idee des Kirchenvorstandes recht schnell ein Netzwerk von Vereinen und Trägern wurde, das nun gemeinsam dieses wöchentliche Begegnungsangebot trägt. So träfen sich beispielsweise jeden Mittwochnachmittag etwa ein Drittel Hanauer Bürger und zwei Drittel Geflüchtete aus den Einrichtungen in dem Cafè. Der Gefahr einer „Ghettobildung“ begegne man hier direkt, indem man gezielt auch Angebote außerhalb mache, Begegnung ermögliche und Bürgerinnen und Bürger von Anfang an einbeziehe und informiere.

Nachbarschaft bietet Chance zu enger Kooperation
k GUHanau3Eine landesweite Besonderheit in Hanau ist die Tatsache, dass die städtische Gemeinschaftsunterkunft und die Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Hessen unmittelbar nebeneinander liegen, nur getrennt durch einen Metallzaun. Einen sehr bewussten und ungewöhnlichen Schritt machten Stadtrat Axel Weiss-Thiel, Geschäftsführer Sven Holzschuh, Bischof Martin Hein und Dekanin Claudia Brinkmann-Weiß, als sie gemeinsam durch das erstmals geöffnete Tor des Zaunes schritten und auf diesem Wege das Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung Hanau (EAE) betraten. „Wir hoffen, dass die einmalige Öffnung der vielversprechende Auftakt für eine engere Kooperation der beiden Einrichtungen ist“, so Weiss-Thiel und Holzschuh.

Die Einrichtung wird vom Regierungspräsidium Darmstadt betrieben und hat hierzu die Johanniter Unfallhilfe als Dienstleister beauftragt. Bis zu 1700 Menschen finden in der EAE Hanau Platz und Versorgung für die ersten Wochen und Monate nach ihrer Ankunft in Deutschland, bevor die weitere Verteilung z.B. in Gemeinschaftsunterkünfte erfolgt. Auf diesem Teil des Geländes liegen sowohl das frühere Schulgebäude wie auch der ehemalige Kindergarten, die jetzt wieder in ihrer alten Funktion genutzt werden. Derzeit leben hier etwa 300 Menschen.
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Regierungspräsidentin Brigitte Lindscheid begrüßte die Delegation in der Aula der Schule und lobte das Engagement aller Beteiligten. Hanau sei ein sehr guter Standort für die Erstaufnahme und böte viele Chancen. Auch Peter Kaimer vom Landesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe freute sich darüber, dass an diesem Standort eine breite Zusammenarbeit möglich sei. Man habe hier durchaus eine Einrichtung mit Vorbildcharakter. Das Land Hessen hat jüngst beschlossen, die Kapazitäten aufgrund der gesunkenen Flüchtlingszahlen anzupassen. Davon sei die EAE Hanau aber nicht betroffen. Bei einem Rundgang gewannen die Delegationsmitglieder Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche wie Bildung, Kinderbetreuung, Jugendclub, Sprachkurse, Sozialdienst, Sanitätsdienst oder Kleiderkammer. Dabei konnten sich alle davon überzeugen, dass eine Zusammenarbeit der Träger wünschenswert und auf dem Areal hervorragend zu realisieren wäre.              

Würdigung und Dank
Bischof Hein zeigte sich am Ende des Besuches beeindruckt von der klugen Nutzung der ehemaligen Housing Area und der engagierten Arbeit der Verantwortlichen. Besonders würdigte er das an vielen Stellen sichtbare ehrenamtliche Engagement. Gerade in ehemals militärisch genutzten Gebäuden werde so anschaulich, was es bedeuten könne, wenn „Schwerter zu Pflugscharen“ gemacht würden. Das Boot sei nicht voll und es bleibe die Aufgabe einer Gesellschaft wie der unseren, den Schutzbedürftigen diesen Schutz auch zu gewähren. Hanau ist dafür ein gutes Beispiel.

Text und Bilder: Jens Heller

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Bildunterschrift GUHanau1:
Die Delegation vor dem städtischen Koordinationsbüro in der Housing Area:
v.l. Uwe Niemeyer (städtisches Koordinationsbüro Flüchtlingsarbeit), Uwe Triebel (Leiter FB Bildung, Soziale Dienste und Integration), Martin Hein (Bischof der EKKW), Bernd Böttner (Propst des Sprengels Hanau), Bernd Laukel (Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Hanau), Wolfgang Bromme (Ortspfarrer der Kirchengemeinde Am Limes), Sven Holzschuh (Johanniter-Unfall-Hilfe e.V., Regionalverband Hanau & Main-Kinzig), Claudia Brinkmann-Weiss (Dekanin des Kirchenkreises Hanau), Axel Weiss-Thiel (Sozialdezernent der Stadt Hanau)

Bildunterschrift EAEHanau1:
v.l.: Axel Weiss-Thiel (Sozialdezernent der Stadt Hanau), Peter Kaimer (Landesvorstand JUH), Brigitte Lindscheid (Regierungspräsidentin RP Darmstadt), Martin Hein (Bischof der EKKW), Karl Friedrich von Knorre (ehrenamtlicher Regionalvorstand JUH)